npd-niederbayern.de - NPD Bezirksverband Niederbayern

09.04.2019

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Können auf den Brüsseler Rechnungssteller verzichten!

Wenn die Briten gehen, sollen die Deutschen zahlen

Noch ist nicht absehbar, welcher Art Brexit bzw. wann wir selbigen überhaupt erleben werden: ungeachtet dessen steht jedoch bereits fest, dass sich ein dann um ein Mitgliedsstaat kleineres Brüsseler Regime finanziell keineswegs bescheiden wird, sprich der Haushalt geringer oder, anders ausgedrückt, die Mitgliedsbeiträge der Nettozahler weniger würden.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger machte auch keinen Hehl daraus, dass der deutsche Michel, also laut Merkel „diejenigen, die schon länger hier leben“ – welche zumeist identisch mit jenen sind, die man als Steuerzahler bezeichnet – im Falle eines unmittelbaren Austritts Großbritanniens, d. h. am Freitag, so nicht ein Wunder noch ein Abkommen zustande kommen lässt, Zahlungen von mehreren Hundert Millionen Euro an die Europäische Union zu leisten hätte.

Immerhin weniger als eine halbe Milliarde, was Oettinger als vergleichsweise kleine Summe und somit für vertretbar bezeichnete. Während bei einem No-Deal-Brexit die EU dieses Jahr mit einem Finanzloch von netto vier bis fünf Milliarden Euro rechnet, wären es für das nächste Jahr zwölf Milliarden Euro, was Rückschlüsse zulässt, welcher Beitrag dann von Deutschland erwartet würde.

Doch sollte es auch zu keinem unmittelbaren Brexit kommen und Großbritannien müsste an den anstehenden Europawahlen teilnehmen, bekäme die EU ebenfalls ein Problem wahlrechtlicher Natur, das auf seine mangelnde Bescheidenheit, oder zutreffender, seine Gier zurückzuführen ist. Denn man folgerte aus dem Austrittswunsch eines Mitgliedsstaates nicht, das Europäische Parlament entsprechend zu verkleinern, sondern änderte stattdessen lieber die Wahlgesetze, um die Abgeordnetenzahl – im Volksmund die Zahl der Futtertröge – beizubehalten.

Ein größeres Parlament verursacht naturgemäß auch höhere Kosten. Vom Sparsinn der sprichwörtlichen „schwäbischen Hausfrau“ kennt man auf EU-Ebene nichts, obwohl Haushaltskommissar Oettinger im Grenzgebiet zu Schwaben aufwuchs. Doch sind es nicht allein finanzpolitische Erwägungen, die einem das EU-Regime vergrämen können. Die in Niederbayern geborene Gisela Stuart, die bislang einzige Deutsche, die einen Sitz im britischen Unterhaus errang, äußerte in einem Gespräch gegenüber der Süddeutschen Zeitung wörtlich: „Die Deutschen können offenbar nicht verstehen, warum sich die Briten für den Brexit entschieden haben. Dass es ihnen nicht nur um wirtschaftliche Konsequenzen, sondern auch um Identität und mehr Selbstbestimmung geht.“

Stuart war überdies Mitglied im Präsidium des Europäischen Verfassungskonvents gewesen, der in den Jahren 2002 und 2003 einen Verfassungsentwurf für die Europäische Union ausarbeitete. Man sollte ihr folglich zutrauen, zu wissen, wovon sie spricht. Sie sagte überdies: „Die Briten brauchen eine supranationale Institution wie die EU einfach nicht.“ – Herr Oettinger, die Deutschen können auf den Brüsseler Rechnungssteller ebenfalls verzichten!

Sascha A. Roßmüller

Neuen Kommentar schreiben

Bitte keine Beleidigungen oder strafrechtlich Relevantes, sonst werden Ihre Daten an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.
35.168.112.145
Bitte akzeptieren Sie Cookies.
Bitte geben Sie die Zahlen aus dem Bild ein (Spamschutz).
Bitte geben Sie Ihren Namen ein! Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse ein. __KEINE_GUELTIGE_EMAIL__ Bitte Kommentar eingeben Bitte geben Sie die angezeigte Zahlenfolge ein. Bitte lesen und bestätigen Sie unsere Datenschutzerklärung.
» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: